Landesjugendausschuss 2017

Der alljährliche Landesjugendausschuss (LJA) der THWJugend Bayern wurde diesmal im Ortsverband Lauf bei Nürnberg ausgetragen. Parallel dazu fand das erste bayerische Jugendsprecherforum statt.

Nach den Begrüßungsworten von Landesjugendleiter Thomas Sigmund und Ortsbeauftragtem Marcus Sperber wurde zur üblichen Tagesordnung übergegangen. Im Rahmen des Tagespunktes zum Thema Satzung wurde Walter Behmer mit dem Ehrenzeichen der THW-Jugend Bayern in Gold für seine Arbeit geehrt. Ausschlaggebend hierfür war das langjährige Engagement auf Orts-, Landes- sowie Bundesebene. Die Auszeichnung soll auch seiner oftmals nicht einfachen Aufgabe als Referent für Satzungsfragen Ehre tragen. 

Ebenso stand der diesjährige LJA ganz im Rahmen der demokratischen Mitbestimmung, sowohl allgemein als auch gerade in den Jugendverbänden. Im Rahmen dessen stellte die Landejugendleitung das Projekt „Vielfalt in Bayern – wir bauen Brücken“ vor, welches die Durchführung verschiedenster Seminare und Veranstaltungen ermöglicht, die beispielsweise für das frühzeitige Erkennen von rechtsextremen Tendenzen sensibilisieren oder das Demokratieverständnis im eigenen Jugendverband stärken sollen.

Untermalt wurde diese Zielsetzung durch einen Vortrag Professor Dr. Stefan Marschall mit dem Titel „Steckt die Demokratie in Deutschland in der Krise? Probleme und Perspektiven“. In diesem stellte er anschaulich anhand vonZahlen die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen an die Demokratie dar und zeigte währenddessen Parallelen zur Jugendarbeit in Verbänden auf, in denen die Mitbestimmung der Mitglieder eine tragende Rolle spielt. In der anschließenden Diskussionsrunde beantwortete der Professor Fragen der Ausschussteilnehmer, beispielsweise wie die heutigen Wahlen durch Medien beeinflusst werden oder warum junge Leute nicht wählen gehen. 

Im folgenden „World Café“ konnten sich die Delegierten in Kleingruppen über diverse Themen austauschen. Grundsätzlich ging es darum, aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderungen auf die Jugendarbeit zur übertragen und unter der Anleitung eines Moderators Lösungsansätze zu erarbeiten. Die so ermittelten Konzepte wurden anschließend in großer Runde präsentiert.

Abschließend folgten die dem Ausschüssen üblichen Tagespunkte, wie beispielsweise Berichte der Landesjugendleitung und der Referenten, der Kassenbericht, die Aussprache zu den Berichten und die Entlastung des Landesjugendvorstandes.

Parallel zum diesjährigen LJA fand erstmalig ein Jugendsprecherforum statt. Bei diesem konnten sich an die 70 Teilnehmer aus ganz Bayern über die Arbeit in ihrer eigenen Jugend austauschen. Den Jugendlichen wurde nach einer kurzen Aufwärmrunde die Aufgabe gestellt, sich bewusst zu machen, was das Amt des Jugendsprechers denn eigentlich ausmacht. In der anschließenden Präsentation der Ausarbeitungen konnten die Junghelfer Erfahrungen aus den eigenen OVs miteinbringen. 

Der Professor hielt auch hier einen Vortrag, an das Alter der Zuhörer angepasst mit dem Titel „Internet & Demokratie. Chancen und Risiken“, in dem er interaktiv zusammen mit den Teilnehmern die Vor- und Nachteile des Internets für die Demokratie erarbeitete. Die gute Resonanz aus der Zuhörerschaft zeigte, dass der Vortrag bei den Jugendlichen auf offene Ohren stieß. 

In weiteren Workshops konnten die Jugendsprecher nachfolgend diskutieren, wie gut die demokratische Mitbestimmung in den eigenen Jugendgruppen funktionierte und wo es noch Verbesserungspotential gibt. Das Forum soll außerdem dazu dienen, die Rolle des Jugendsprechers zu stärken und Kontakte untereinander herzustellen.

Die Ergebnisse des Jugendsprecherforums wurden abschließend in großer Runde auf dem Ausschuss präsentiert.